Wie kann ich in das Projekt einsteigen?

Wenn Sie von der Idee des Wohnprojektes überzeugt sind, können Sie Genossenschafter in der Baugenossenschaft werden.
Wenn Sie noch unsicher sind, können Sie dennoch an unseren Aktivitäten wie z. B. Gesellschafterversammlungen teilnehmen. allerdings behalten wir uns vor, Sie von einigen Gesellschafterversammlungen oder einigen Tagesordnungspunkten auszuschließen.

Als Mitglied des Wohnprojektes suchen Sie sich eine der noch nicht reservierten Wohnungen aus. Sie haben die Möglichkeit

  • im Eigentum zu wohnen
  • zur Miete in einer Sozialwohnung mit Wohnberechtigungsschein (WBS) zu wohnen, oder
  • zur Miete in einer Wohnung ohne Mietbindung zu wohnen.

In allen drei Fällen ist die Mitgliedschaft im Wohnprojekt einerseits von der mehrheitlichen Zustimmung der Genossenschafter und andererseits mit der Zahlung einer Einlage verbunden. Die Höhe beträgt momentan (1/2017)

  • 30 % der Baukosten der Wohnung bei Erwerb einer Eigentumswohnung und bei der Miete einer Nicht-Sozialwohnung,
  • 20 % der Baukosten der Wohnung bei der Miete einer Sozialwohnung.

Ein Teil der Einlage ist bei Eintritt in die GbR (z. Zt. 300 €/qm) fällig, der Rest bei Kauf des Grundstückes. Einzelheiten der Finanzierung wie z. B. die Stundung der Einlage sind verhandelbar. Sprechen sie uns an.

Während Käufer natürlich die anteilig anfallenden Kosten für den Erwerb des Grundstückes und für den Bau des Gebäudes selbst tragen, wobei die erbrachte Einlage verrechnet wird, werden die Sozialwohnungen zu 85% durch einen Kredit der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB SH) finanziert. Die IB SH verlangt, dass 20 % der Baukosten als Eigenkapital von den Mietern aufgebracht werden müssen.
Die Nicht-Sozialwohnungen werden über Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert. Die Investitionsbank Schleswig-Holstein verlangt für diese Wohnungen ebenfalls eine über 20% liegende Eigenbeteilung als Einlage von den Mietern, um die Miete im ortsüblichen Rahmen zu halten und um die Rückzahlung des Kredits sicherzustellen.
Zinsendienst und Tilgung der Kredite – und natürlich auch Rücklagen für Mietausfälle und Reparaturen - müssen bei den Mietwohnungen über die Miete erfolgen. Für Sozialwohnungen ist die Miete staatlich festgelegt. Sie beträgt z. Zt. 5,20 € /qm. Eigentümer bedienen ggf. ihre eigenen Kredite und bilden natürlich auch Rücklagen für anfallende, das gesamte Gebäude betreffenden Reparaturen.

Weitere Informationen zum Kostenrahmen findet man im Exposé.

Eine Übersicht der Kosten für alle Wohnungen des Atriumhauses (Stand 4/2017) findet man hier.

Liste der verfügbaren Wohnungen (3/2017)

 

Einzelheiten zu den verschiedenen Möglichkeiten erfahren Sie in den folgenden Abschnitten:

Zur Miete in einer Wohnung mit Wohnberechtigungsschein (WBS) wohnen

Rechtliche Voraussetzungen

A. Die Begünstigten bzw. Wohnberechtigten ergeben sich aus § 8 SHWoFG. Als wohnberechtigt gilt u. a., wer folgende Einkommensgrenzen (Stand 01.01.2015) nicht überschreitet:

Anzahl Haushaltsmitglieder Einkommens­grenze monatlich
1 Person 1.617 €
2 Personen 2.217 €
Alleinerziehende/-r + 1 Kind 2.275 €
Eltern + 1 Kind 2.583 €
Alleinerziehende/-r + 2 Kinder 2.583 €
Eltern + 2 Kinder 3.108 €
Eltern + 3 Kinder 3.642 €

B. Auch die Größe einer Sozialwohnung ist begrenzt. Siehe nachfolgende Tabelle:

Haushaltsgröße

Wohnfläche pro Haushalt

1 Person höchstens 50 qm
2 Personen höchstens 60 qm
3 Personen höchstens 75 qm
4 Personen höchstens 85 qm

C. Wohnscheinberechtigte dürfen bis zu 60000 € verfügbares Vermögen besitzen.

 

Der Wohnberechtigungsschein darf bei Einzug nicht älter als 2 Jahre alt sein.

Bei Ausscheiden aus der Baugenossenschaft wird die Einlage nach einer Frist unverzinst zurückgezahlt.

Beispiel

Der momentan (1/17) angenommene Baupreis pro Qudratmeter beträgt 2.650 €. Für eine Wohnung (60 qm) muss eine Einlage von  31.800 € (2.650 x 60 x 20%) erbracht werden.

Die Anfangsmiete beträgt dann ohne Nebenkosten 312 €. Nach 2 Jahren kann die Miete jährlich bis zu 2% bis Ablauf der Zweckbindung der Sozialwohnung (nach 35 Jahren) erhöht werden. Wenn die Mieterhöhung von 2% notwendig sein sollte, um die Zahlungsverpflichtungen der Baugenossenschaft zu sichern, würde die Miete im 10. Jahr 365,56 €, im 20. Jahr 445,61 und im 35. Jahr 599,74 € betragen können.

Eine (Teil)finanzierung der Einlage kann über die KfW erfolgen.

Wenn man sich für den Erwerb eines Genossenschaftsanteil bei der KfW - Bonität vorausgesetzt - 15.000 € leiht zu einem effektiven Jahreszins von 0,75%, dann ergibt sich daraus bei einer Laufzeit von 20 Jahren eine monatliche Belastung von 67,32 €.

Ein Teil der Einlage kann auch in Raten gezahlt werden. Sprechen Sie uns an.

Vorteile des Wohnprojekts

  • Die Höhe der Miete richtet sich nach den tatsächlich anfallenden Kosten wie Abtragszahlungen an die Investitionsbank SH und ggf. an die KfW (bei privatem Kredit), Rücklagen für Instandhaltung sowie Nebenkosten für Heizung / Warmwasser usw.. Gewinne werden durch die Miete nicht erwirtschaftet.
  • Lebenslanges Wohnrecht bei einer Miete, die sich nicht am Wohnungsmarkt orientiert.
  • Einflussnahme auf alle Entscheidungen, die die Baugenossenschaft betreffen: Auswahl der Bewohner, Investitionen, Gestaltung der Gemeinschaftsanlagen Innerhalb des Gebäudes und außerhalb auf dem Grundstück, u. a. m. .
  • Die Ausstattung des Gebäudes liegt über dem Standard des Sozialen Wohnungsbaus: zusätzliche Dachterrasse, gemeinschaftliches Atrium, Gemeinschaftsküche. Die Mehrkosten dafür weren von den freien Mietern und den Wohnungseigentümern bezahlt.
  • Die erbrachte Einlage ist nicht verloren, bringt allerdings keine Zinsen / Rendite. Sie wird nach Auszug ausgezahlt.

Lage der Wohnungen

Es handelt sich um alle Wohnungen des Atriumhauses, die sich im Sockel-, Erd-, 1. und 2. Obergeschoss befinden und den vorgeschriebenen Größen (s. o.) entsprechen. Grundrisse siehe auf der Seite "Was wir bauen".

Zur Miete in einer Wohnung wohnen (ohne WBS )

Die Förderrichtlinien des Landes ändern sich gerade zu Gunsten des Wohnprojektes und somit der Mitbewohner. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 

Die Höhe der Einlage von 30% der Baukosten wirft die Frage auf, ob es nicht besser sei, das Kapital für den Kauf einer Eigentumswohnung einzusetzen.

Dazu einige Überlegungen zum Thema (Quelle: Portal der Wohnungsbaugenossenschaften)

Sicher wie Eigentum, flexibel wie Miete

Dabei kombiniert es die Vorteile aus beidem:

Passt die Wohnung nicht mehr zu den eigenen Bedürfnissen, kann man unkompliziert in eine andere, freie Wohnung der Genossenschaft umziehen.

Ist am Haus etwas kaputt, müssen die Grünflächen im Hof gepflegt werden oder benötigt man Hilfe beim Montieren der Gardinenstange, kümmert sich die Genossenschaft schnell und unbürokratisch darum.

Und man wohnt bezahlbar und sicher – denn als Genossenschaftsmitglied (und damit Miteigentümer) genießt man ein lebenslanges Wohnrecht.

Kaution und Provision gibt es bei Genossenschaften nicht. Wer Mitglied wird, kauft Genossenschaftsanteile, die - [...] sollte man später wieder aus der Genossenschaft austreten – wieder zurückgezahlt werden.

Das Mitglied steht im Mittelpunkt

Genossenschaften arbeiten nicht gewinnorientiert und sind keinen Aktionären oder Anteilseignern verpflichtet, sondern einzig und allein ihren Mitgliedern. Erwirtschaftete Überschüsse werden in die Erhaltung und Modernisierung der Bestände, Neubau und in den Ausbau der Service-Angebote gesteckt.

Über den Kurs der Genossenschaft kann jedes Mitglied gleichberechtigt mitbestimmen: Die demokratische Organisation von Genossenschaften gewährleistet, dass stets im Sinne der Mitglieder entschieden und gehandelt wird.

 

Im Eigentum wohnen

Der Erwerb einer Eigentumswohnung dient zur Selbstnutzung. Abweichungen von diesem Prinzip sind in Ausnahmefällen möglich, d. h. sie können auch vermietet werden.

Alle Wohnungen des Wohnprojektes (Atriumhaus und Stadthäuser) können als Eigentumswohnungen gekauft werden. (Preisliste, Stand 3/2017)

Flächen zur gewerblichen Nutzung zu Eigentum erwerben

Informationen findet man in einem Exposé.

Der Entwicklungsstand des Projektes

Wie bei allen größeren Bauvorhaben, besonders aber auch bei Wohnprojekten, ist der Zeitpunkt der Fertigstellung schwer zu bestimmen. Je früher man einsteigt, desto länger muss man warten bis zum ersehnten Tag des Einzugs. Wer jedoch früh mitmacht, hat aber auch die größte Auswahl an Wohnungen und die größte Möglichkeit der Einflussnahme.

Vieles ist schon erreicht. Die Finanzierung des Kaufes des Grundstückes ist gesichert. Wir warten auf das konkrete Angebot der Stadt Flensburg. Noch im Jahr 2017 werden die Erschließungsarbeiten des Baugeländes beginnen. Im Jahr 2018 hoffen wir die Baukräne dort stehen zu sehen, die unsere Gebäude errichten.

Weitere Informationen zum Entwicklungstand des Projektes